
Ein funktionstüchtiger Zahnersatz hat 4 Basisaufgaben zu erfüllen.
1. Prothesenhalt
In der Totalprothetik ist die Substanzerhaltung von knöchernem Stützgewebe ein sehr wichtiger Faktor. Zahnlose Kieferknochen reagieren auf Druck mit Abbau des Knochens (Atrophie) oder mit Umbau in Bindegewebe (Schlotterkamm). Deshalb ist es für die Substanzerhaltung sehr wichtig, dass die Prothesenauflage möglichst gering und gleichmässig belastet wird. Nur so kann ein Optimaler Halt einer Prothese über längere Zeit erreicht werden.
2. Kaufunktionalität
Eine Zahnprothese ist nicht nur eine kosmetische Wiederherstellung des Kauapparates, sondern auch ein funktionstüchtiges Werkzeug, welches jeden Tag ca. 1 Stunde unter Hochbelastung arbeitet. Sie muss dabei einem Druck bis zu 100 Kg pro Kaubewegung standhalten. Die Passgenauigkeit und die Anordnung der Zähne spielen dabei eine wesentliche Rolle um eine optimale Kaufunktionalität zu erreichen.
3. Ästhetik
Neben der Funktionalität hat eine Zahnprothese noch ein hohes Mass an ästhetischen Ansprüchen zu erfüllen. Das Aussehen eines Patienten kann mit einer Prothese welche nach ästhetischen Richtlinien aufgestellt wurde entscheidend verbessert werden. Eine Zahnprothese sollte deshalb so individuell wie möglich auf den einzelnen Patienten eingestellt werden. Fotos oder auch vorhandene Modelle der ehemaligen Eigenbezahnung der Patienten können dabei wichtige Informationen liefern.
4. Phonetik
Die richtige Gestaltung einer Prothese darf die Aussprache des Patienten nicht behindern. Es muss vor allem auf die korrekte Aussprache der Zischlaute geachtet werden. Die Frontzähne haben dabei eine sehr wichtige Aufgabe zu erfüllen.
Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es einer langjährigen Erfahrung auf diesem Gebiet. Die Zahnprothetik gehört deshalb zu den schwierigsten und anspruchvollsten Aufgaben der Zahntechnik. Wir versuchen uns dieser Herausforderung immer wieder neu zu stellen.